Grundsätze des Liberalem Judentums

hat die Union der Progressiven Juden in Deutschland zusammengefasst. Für einen ersten groben Eindruck hier einen Auszug aus der Übersicht der Union.

Was viele Juden eint
Uns eint unsere jüdische Tradition, die ererbte Kultur des jüdischen Volkes und seine zentrale Botschaft seit der Zeit Abrahams: die Herrschaft des einen Gottes. Juden glauben und bezeugen: Gott ist einzig und unteilbar. Er ist der Schöpfer der Welt, unsichtbar, transzendent und immanent. Gott schuf die Welt und erhält sie. Gott ist die Quelle der Ethik, Gott ist ein Gott der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit und erwartet, dass alle Menschen Gerechtigkeit und Wohltätigkeit untereinander üben.

Uns eint das jüdische Volk (am jisrael); in ihm lebt die jüdische Religion und das kulturelle Erbe. Alle Juden sind miteinander durch den am Sinai eingegangenen Bund (brit) mit dem Ewigen verbunden. Gott ging mit unseren Vorfahren eine besondere Beziehung ein. Das jüdische Volk nahm mit der Tora am Sinai eine besondere Verpflichtung für alle Zeiten an: Zeugen des Ewigen, als Priestervolk ein Vorbild und nur so „Licht der Völker“ zu sein. Für uns als Nachkommen entsteht daraus die Verantwortung Gott zu bezeugen, ihm verpflichtet zu sein und seinem Weg zu folgen.

Als Teil des jüdischen Volkes (klal jisrael) ist es uns geboten, sich überall für die Rechte seiner Angehörigen einzusetzen. Wir treten der Diskriminierung von Jüdinnen und Juden sowie aller jüdischen Gemeinden entgegen und setzen uns dafür ein, ihr materielles und geistiges Wohl zu fördern.

 

Besonderheiten des liberalen Judentums
Es gab nie einen Stillstand im Judentum, sondern stets eine nach vorn strebende Bewegung, die manchmal langsamer, manchmal schneller war. Die jüdische Geschichte ist reich an Kontinuität und an Veränderung.

Selbst biblisch fixierte Gesetze wurden in der mündlichen Tradition oder durch Ortsbrauch, Minhag, verändert oder außer Kraft gesetzt. Beispiele hierfür sind die Stellung zu Tieropfer, Kapitalstrafen, Polygamie, Sklaverei, die Leviratsehe oder der Schuldenerlass im siebten Jahr.

Wir erkennen den dynamischen, entwicklungsorientierten Charakter unserer jüdischen Religion an, der bereits in der Tradition angelegt ist. Wir möchten unsere jüdische Tradition religiös leben und dabei die Herausforderungen der Moderne im Kontext unserer Überlieferung reflektieren.

Das Judentum war nie einheitlich, sondern stets pluralistisch. Wir achten die Vielfalt unserer Tradition. Die heutige Auffächerung des Verständnisses der Tradition in verschiedene Richtungen des Judentums geht bereits auf Entwicklungen des 18. Jahrhunderts zurück. Durch die Aufklärung wurde das jüdische Leben stark verändert. Sie stellte grundlegende Fragen an den jüdischen Glauben und seine Ausübung. Orthodoxe und liberale Juden haben unterschiedliche Antworten auf diese Fragen gefunden. Wir setzen uns für die wechselseitige Achtung und Toleranz aller jüdischen Richtungen ein.


Die gesamten Grundsätze des liberalen Judentums aus der Sicht der Union progressiver Juden finden Sie auf der Website

https://www.liberale-juden.de/uber-uns/35-grundsatze/

 

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